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Sophie-Scholl-Gesamtschule
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Exkursionen

Zum ersten Mal fuhren drei Klassen des 7. Jahrgangs der Sophie-Scholl-Gesamtschule mit 74 Schüler/innen und 12 Begleitern (8 Lehrer/innen sowie 4 Referendare/innen des Studienseminars Arnsberg) für 8 Tage auf eine Ski-Exkursion. Freitag nacht nun kehrten sie alle glücklich und um viele Erfahrungen reicher von dieser Fahrt zurück.

8 Tage auf einer Ski-Exkursion

Die seit langem vorbereitete Ski-Exkursion nach Reinswald im Sarntal (Südtirol) stand ganz unter dem Eindruck der kältesten Winterwoche in Südtirol: im Skigebiet herrschte eine trockene Kälte bis -32°; im Tal, wo das Hotel war, waren es immerhin noch durchschnittlich -10°. Dies führte zu vielen kleinen Erkrankungen, die den kontinuierlichen Ski-Unterricht etwas unterbrachen. Hier war das Betreuungsteam voll gefordert, insbesondere als ein Virus die halbe Gruppe lahm legte. Letztlich konnte aber durch die hervorragende Betreuung, flexible Organisation und durch die Unterstützung der Referendare dieses Problem gelöst werden. Ansonsten konnten die Schüler bei guten Pistenverhältnisse auf ca. 2100m Höhe und klarem blauen Himmel ihren ersten Erfahrungen mit einer neuen Sportart sammeln. Das gut vorbereitete Lehrerteam (federführend war hier die Sportlehrerin Brigitte Bracht) verstand es dabei mit viel Einfühlungsvermögen sich auf die auf die Fähigkeiten Schüler einzustellen und konnte so allen Teilnehmern viele Erfolgserlebnisse vermitteln. Es gab sogar recht viele Talente, die am Ende auch die schwierige Talabfahrt sicher beherrschten. Highlights gab es auch: So trainierte genau in dieser Woche dort im Skigebiet die deutsche Damen-Nationalmannschaft im Alpin Ski, um sich auf die am Wochenende beginnende WM in Santa Caterina vorzubereiten, und Hilde Gerg und Monika Ertl gaben bereitwillig ihre Autogramme auf die Ski-Jacken der Schüler/innen. Selbstverständlich werden die Schüler jetzt bei der Ski-WM in Santa Caterina der deutschen Ski-Prominenz die Daumen drücken! Darüber hinaus sammelten die Schüler bei ihrer 8-tägigen Klassenfahrt noch viele Erfahrungen: am letzten Tag verschafften sie sich in der Bärenhöhle von Reinswald einen Eindruck vom Aprés-Ski, sie sammelten einmalige Naturerfahrungen in der winterlichen Alpenwelt und bekamen durch das Kennenlernen des Personals im Hotel auch viel Informationen aus erster Hand über Südtirol.
Bernd Freyer

Hoffentlich klappt alles! Erst die Schneeflocken, die den Verkehr auf den Straßen unsicher machen könnten, dann die berufsbedingte Absage einer Mutter, die mit ihrem Familienauto fest als Fahrerin eingeplant war. Es ist 14.00 Uhr. Nun muss es sich zeigen! Der Wind ist kalt, aber trocken. Zwei Mütter mit ihren Fahrzeugen warten schon, und alle 10 Jungen der Arbeitsgemeinschaft "Ritter, Burgen und Verließe" sind gleichfalls vollzählig zur Stelle (schluck, hoffentlich passen alle in nur zwei Autos). Aber es klappt prima. Ein Familien-Van verstaut sechs, das andere Auto vier Schüler; und los geht's! Vierzig Minuten später ist der kleine Konvoi auf dem Parkplatz der Burg Vischering in Lüdinghausen angelangt. "Was ist das für ein Tor?", fragt Timo, als wir vor den Resten der äußeren Befestigungsanlage stehen. Rätseln hin und her, eine kurze Diskussion, ein Hinweis auf den äußeren Graben mit Zugbrücke, dann klärt sich die Frage.

Ritter, Burgen und Verließe Sophie-Scholl-Gesamtschule auf (Ab)wegen ins Mittelalter

Über die Vorburg und die Zugbrücke der Hauptburg, "ohne Pechnase", wie jemand bemerkt, gelangen wir zum Eingang des Museums in der Hauptburg. gleich im ersten Ausstellungsraum ein Ausruf: "Da - da kann man sehen, woraus sie Fundamente der Burg bestehen, alles Holzpfähle!" Tatsächlich zeigt die Modellskizze an der Wand die Befestigung der Fundamente, wie wir es an den Montag Nachmittagen in der Theorie besprochen haben. Im nächsten Raum wird es noch aufregender: "Ein Fußblock!", ruft jemand. Alle ballen sich um das schaurige Relikt aus längst vergangenen Tagen. "Wie in unserer Abbildung in der Schule", meint Christopher. "Ist der wirklich echt?", fragt Benjamin sichtlich beeindruckt. Nach dem Raum mit der Schatztruhe, einem versenkbaren Schatzfass und vorbei an einem mittelalterlich gedeckten Esstisch gelangen wir zum Erkerzimmer der Hauptburg. Das Öffnen eines in den Boden eingelassenen runden Deckels führt zu allgemeinem Staunen: "Ein Verließ, ein richtiges Verließ!" Alle recken den Hals um in die Unterwelt zu starren. "Ob da wohl mal jemand drin gewesen ist?" "Wie kam man dort hinunter?" "Wer wurde dort gefangen gehalten?" Fragen über Fragen, die immer neue Antworten erfordern. Weiter zum Rittersaal. Die Größe beeindruckt und die Malerei an den Deckenbalken. "Sind die Bilder an der Wand wirklich echt?" Ja es sind echte Ölgemälde. Einige der Schüler gehen nahe heran und staunen. Nun aber zurück zur Vorburg und in den großen Gutshof hinein. Hier findet eine Ritterausstellung statt. Per Knopfdruck erzählt die Stimme eine imaginären Ritters über seine Zeit als Knappe: nichts als gehorchen, Rüstungen und Waffen putzen, durch das Gelände rennen und sich bei Fechtübungen blaue Flecken einahndeln. "Dann doch lieber zur Schule gehen", meint Daniel einsichtig. Auch beiden Müttern gefällt der Besuch der Wasserburg. Sie beabsichtigen, mit ihren Familien einen Ausflug hierher zu planen. Und bei der nächsten Exkursion zur Höhenburg nach Altena werden sie auf jeden Fall wieder dabei sein. Na, denn!
Uwe Köckmann