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Sophie-Scholl-Gesamtschule
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Aktuelle Diskussionen

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

 

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage: Jetzt geht’s los (Weitermachen)!

Geschafft!!! An der Sophie-Scholl-Gesamtschule hat sich die Schulöffentlichkeit für eine Teilnahme am Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgesprochen; die erforderlichen 70% in allen Gruppen (Schüler, Lehrer, Angestellte) sind erreicht. Selbst wenn noch nicht aus allen Kursen und Klassen die Rückmeldungen vorliegen, erfüllen wir damit schon jetzt die Kriterien des Projektes.

Allerdings ist die offizielle Anmeldung, die der Aktionskreis jetzt abschickt, erst der Einstieg: denn wir haben uns mit dem Antrag für die Zukunft verpflichtet, Aktionen oder Projekte zum Thema durchzuführen. Der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beschreibt die Absicht, in Zukunft aktiv zu bleiben, also eine Richtung oder einen Weg und nicht einen Zustand.

Die Projektwoche zum Thema „Wir l(i)eben Vielfalt“, die für die letzte Schulwoche geplant ist und bei der wir den Titel feiern, ist also kein Abschluss! Ein echter Startschuss ist dieses Vorhaben aber auch nicht: an unserer Schule gibt es ja schließlich schon eine ganze Reihe von Unterrichtsvorhaben, Veranstaltungen und Projekten verschiedener Fächer oder auch der Schulsozialarbeit, die zusammengenommen die Bezeichnung als Schule ohne Rassismus ebenfalls rechtfertigen könnten. Durch die Unterschriftenaktion haben wir jetzt aber auch eine Willensbekundung, eine bewusste und aktive Zustimmung zur Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Diffamierung. Die Losung heißt also: Weitermachen und nicht nachlassen!

Der nächste Schritt ist jetzt die Wahl zum Schulpaten. Welche/r Prominente soll die Sophie-Scholl-Gesamtschule in der Zukunft auf ihrem Weg zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“  begleiten? Die gesamte Schulöffentlichkeit war aufgerufen, diesen Schulpaten zu wählen – die Ergebnisse liegen in Kürze vor!

 

 

Am 2.11.2016 starteten wir unsere Aktionen zu "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". (s. Elternbrief)

 

„Aktion Blond“ – Diskriminierung abgelehnt!

 Jeder Mensch kann Ausgrenzung erfahren, denn jeder Mensch ist „anders“! Um dies zu verdeutlichen, führte der Aktionskreis „Schule ohne Rassismus“ ein an anderer Stelle (z.B. vor Jahren an der Universität in Münster) bereits erprobtes Experiment vor. Eine „neue Regel“ wurde eingeführt, so dass blonde Schüler durch eine Extra-Tür die Schule zu betreten hatten. Unsinnig? Ja klar, aber die Ausgrenzung wegen Hautfarbe oder Religion ist auch nicht besonders vernünftig!

Am Morgen der „Aktion blond“ suchten die Schüler also den „richtigen“ Eingang. Verblüfft, gleichgültig, im Bestreben, die neue Regel zu beachten oder auch wütend und empört. Manchmal dauerte es einen Moment, bis man so recht wusste, was los war, doch die Auflösung gab es erst im Unterricht: eine Gelegenheit zu diskutieren, was das Experiment mit unserer Schule und der Welt, in der wir leben, zu tun hat. An der Sophie-Scholl-Gesamtschule gibt es keine rechtsextreme „Szene“, aber wer genau hinhört und hinschaut, erkennt ein Hakenkreuz hier, ein Witzchen dort –„Alles klar, Pole!?“; „Ey, du Deutscher“; „Was los, Türke?“...!

 

Der Aktionskreis „Schule ohne Rassismus“, das sind vor allem Schüler und auch Lehrer an der Sophie-Scholl-Gesamtschule, hofft, dass die Verblüffung und manchmal auch Verunsicherung während der „Aktion blond“ Denkprozesse angestoßen hat: Wie soll unsere Schule sein? Die Gruppe möchte sich dafür einsetzen, dass die (oft unausgesprochene) Ablehnung von Ausgrenzung noch deutlicher in unserem Schulleben betont wird. Es gibt schon eine ganze Reihe an Projekten und Initiativen an der Sophie-Scholl-Gesamtschule, die Rassismus und Ausgrenzung entgegentreten – was liegt da näher, als diese Vorhaben zusammenzuführen und uns zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu erklären?! Wir werden die unterschiedlichsten Diskriminierungsanlässe und -formen nicht ein für allemal „los“; aber wir sollten das, was wir tun können, anpacken, um trotz gefühlter oder tatsächlicher Veränderungen unserer Lebenswelt und damit einhergehender Verunsicherungen ein Ort der Wertschätzung und des unbedingten Respekts für alle Menschen zu bleiben.

 

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“  an der SSG

 

Im Rahmen des etablierten und vielfach ausgezeichneten Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sammeln wir z.Z. Unterschriften von Schülern, Lehrern und technischem Personal. Schaffen wir in allen drei Gruppen mindestens 70% Zustimmung zum nachhaltigen Eintreten gegen Rassismus, können wir den Titel beantragen. Gleichzeitig gibt es bereits erste Vorschläge für Schulpaten, d.h. Prominente, die uns mit ihrem guten Namen oder bekannten Gesicht unterstützen. Klappt das (und es sieht sehr gut aus!!!) geht’s aber erst los: den Titel muss sich unsere Schule in der Zukunft permanent weiter verdienen.

 

Ermutigend ist die Unterstützung, die wir von unterschiedlicher Seite bekommen: Schüler, die ins Gespräch einsteigen wollen oder Plakate beisteuern; die Unterstützung durch den Förderverein der Schule; Eltern, die am liebsten sofort mitmachen würden (wir kommen in jedem Fall darauf zurück!)... „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hat eigentlich schon begonnen.

 

In jedem Fall können wir Interessierte oder Engagierte weiter brauchen! Jeden Montag trifft sich die Gruppe um 13:30h in Raum C201 – auch Reinschnupperer sind willkommen! Seit kurzer Zeit haben wir ein Informationsbrett im Forum (zwischen Mensa und Kiosk). Dort gibt es Infos, Vorschläge für Schulpatenschaften etc,

 

Verantwortlich ist man nicht nur, für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut. (Laotse)