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Sophie-Scholl-Gesamtschule
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Islamische Religionslehre

Der Islamunterricht als ordentliches Fach Sophie-Scholl-Gesamtschule der Stadt Hamm Seit dem Schuljahr 1999/2000 beteiligt sich unsere Schule an dem Modellversuch ‚Islamische Unterweisung in deutscher Sprache' (Islamunterricht). Diese wird in den Klassen 5 bis 7 erteilt, sollte aber auch auf weitere Jahrgänge ausgedehnt werden. Insgesamt nehmen in jedem Schuljahr um die 60 Schüler aus Herkunftsländern wie Türkei, Marokko, Bosnien, Afghanistan und Pakistan am Fach Islamunterricht teil. Der Unterricht steht allen muslimischen Schülern offen, die Teilnehmerquote liegt bei knapp 100%. Im Rahmen eines Lehrplans, der im Landesinstitut in Soest vorbereitet und weiterentwickelt wurde, wird ein breites Spektrum an Themen angeboten. Schwerpunktthemen sind z.B. das Zusammenleben; Tugendhaftigkeit; die Eigenschaften Gottes; Streit, Schuld, Versöhnung; religiöse Feste; islamische Familie; Propheten; Vorbilder; Koran; Waisen, alte Menschen, Behinderte; andere Religionen; islamische Kultur und Geschichte.

Die meisten Schüler sind aktiv und interessiert. Viele bemühen sich, den Unterricht selbst mitzugestalten. Vor allem an Themen, die ihren konkreten Alltag betreffen, zeigen die Schüler großes Interesse. Den Schülern soll nahegebracht werden, dass alle ‚ religiösen Themen' diskutiert werden können - auch angebliche ‚Tabu-Themen'. Die familiäre Atmosphäre im Unterricht spielt bei der Themenaufnahme eine bedeutende Rolle. So gut wie alle Schüler haben gewisse Sprachdefizite sowohl im Mündlichen als auch im Schriftlichen. Obwohl sich dieses Problem der Kinder mit einem Migrationshintergrund natürlich auch auf alle anderen Fächer bezieht, wird besonderen Wert darauf gelegt, im Islamunterricht die deutsche Sprache zu fördern. Außerdem liegt uns viel daran, den religiösen Wortschatz der Kinder zu erweitern, damit sie ihre Gedanken und Gefühle besser in Worte fassen können. Der Unterricht wird benotet. Die Zeugnisnote wird über kleine Tests, regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit am Unterricht, mündliche Beiträge, Heftführung und Kontrolle der Hausaufgaben ermittelt. Als Unterrichtsmaterialien verwende ich vor allem selbst erstellte Materialien, obwohl das sehr zeitaufwendig ist. Zurzeit stehen leider insbesondere in deutscher Sprache Schulbücher nur für den 5. und 6. Jahrgang zur Verfügung.

 

In jedem Schuljahr wird durch die Schulleitung ein Elternabend organisiert, wo u.a. dieser Unterricht aus verschiedenen Perspektiven thematisiert wird. Denn wenn die Eltern darüber informiert sind, unter welchen Rahmenbedingungen und von wem der Islamunterricht erteilt wird, entsteht Vertrauen und Akzeptanz für den Unterricht. In persönlichen Gesprächen haben wir erfahren, dass der Unterricht im Allgemeinen bei allen Beteiligten auf gute Resonanz stößt. Der Islamunterricht wird von Eltern, Gemeinden und Vereinen weithin akzeptiert.